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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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199
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Zweiter Th eil.

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Ach, wir schlummern all' und schlafen!

Der Hirte schlummert mit den Schaasen,

Die Lamp' ist da! wo ist das Licht?

Wie es war in Noah Tagen,

Sie aßen, tranken, fern von Plagen,

Bon Strafen fern und dachten's nicht;

Wir fcey'n und lassen frey'n,

Die Sorge wiegt uns ein,

Wucmessorge! <

Erwacht! Erwacht!

In Mitternacht,

Ein Blitz soll seine Ankunft seyn!

Falsche Christus, und Verrather,

Vernunft - Verführer, Wunderthatcc

Der Lüge, sind das Licht der Welt.

Meynst du, daß der Richter werdeNoch Glauben finden auf der Erde,

Wenn Wollust sie in Fesseln halt?

Ihr Hügel fallet, fallt!

Der Menschen Herz ist kalt,

Kalt die Liebe!

Voll Heucheley-Abgötterey,

Sieh, ob nicht Alles, Alles sey!

Schlangen sind der Völker Kronen,

Und Nationen, Nationen

Zur Geißel, statt der Bruderhand;

Mütter, Töchter, Söhne, VaterIn Einem Hause sind Verrather,

Zerreißen Blut- und Herzensband!