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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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Herders Gedichte.

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M e n sc h e n b e st i m m u n g.

Sey, was du bist und werden solltIn deines Lebens Schranken!

Im Feuer lautert sich das Gold,

Steh' fest und ohne Wanken.

Den Läufer, und hätt' er auch vielBesieget, kränzet nur das Ziel.

Um schlechten Lorbeer kämpft der Held,Der nur um Ehre kämpfet.

Wer in und um sich eine WeltVoll mächtiger Feinde dämpfet,

Und für die Menschheit Segen streut,

Der ist's, deß sich die Menschheit freut.

Die Blinden seh'n, die Lahmen geh'n,Sprach Christus, sagt es wieder!Der Tauhe hört; rs aufersteh'nDie lobten. Hört die LiederDes Stummen, hört der Armen Ruhm,Mein tröstend Evangelium.

Du watest, der du solltest seyN,

Ein Hülfgott aller Armen.

Dem Namen nach, Herr bin ich dein,

O laß mit Thaterbarmen,

Zu Meinem und der Menschen WohlMich auch sepn, was ich werden soll!