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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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116
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Herders Gedichte.

Euch umarm?" O gebet mir,

Ihr der Erde Kruft und Zier,

Leiht mir Euer Lustgefühl,

Leiht mir Euer Farbenspicl!

Tränket mich mit Lcbensduft,

Denn ihr keltert Gotkcsluft,

Keltert Gottes Sonnenstrahl,

Wie er euch zu khun befahl

Und erfrischt die tobte LuftNeu mit Gottes Lcbensduft,

Und kocht allem, was da lebt,Othcm, dem Ihr Frischung gebt.

O du Gottes Herrlichkeit,

Du der Erde schönes Kleid,

Zart Gewand, wo Alles webt,

Und zu höherm Leben strebt.

Nieder fall' ich, heil'ge Au,Nieder in den Mergenthau,

Da traust seiner Güte Spur;

Ach, wie feyert die Natur!

Stiller Gottestempel! KaumDaß im weiten MorgenraumDort vor dir, o Gottesbild,

Ein und noch Ein Lüftchen spiel?-

Herz, v werde deinem Gott,

Wie vor jenem MorgcnrothDieser Tempel! Jugend feyWie dies Weltall still und frei