Vourig'ö Nachtgedanken, I, 1—126-
Aus dem Englischen.
Der Müden süßes Labsal, Balsamschlaf —
Ach! gleich der Welt besucht er oft und gernDen Glücklichen: Unglückliche verlaßt er,
Fliegt schnell auf seinen seid'nen Schwingen fernDem Gram, und senkt aus Augenliedex sich,
Die keine Thrgne flecket —- —
Ich erwache
Bon kurzer (meistens) und gcbrochner Ruh —
O Glückliche! die nicht erwachen mehr!
Doch glücklich nur auch sie, wenn Traume nichtDas Grab bestürmen. Ich erwach', emporAus einem Meer von Traumen, ungestümen,
Wo schiffgebrochen mein Gedank', verzweifelndVon Well' auf Weste nur geträumten ElendsVerloren trieb, das Steuer der VernunftWar ihm entsunken. Nun gefunden wiederUnd doch nur Lsuaalenwechsel! bittrer Wechsel —Für harte, harc're Quaalen! der Tag istZu kurz für meine Trauer und die Nacht,
Selbst in dem Zenith ihrer dunkeln Herrschaft,
Ist Sonnenschein zu meines Schicksals Nacht!
Nacht, dunkle Gottheit! --wie vom Eben?
Thron
Sie itzt in strahlenloser Majestät
Ibr bleiern Scepter streckt auf eine Welt,
Die schlummert! .., Tobte Stille! tiefes Dunkel! —