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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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Zweiter Thcil.

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Von Gottes Schicksal mit der MenschenweltEin himmlsi'chcr ambrosisch - süsser Schlaf.

Ich war im Paradiese. Vor mir standDer Vater und die Mutter alles HeersDer Mcnschensöhne! hohe Traumgestalten!

Der Vater, Gottes Sohn und Abbild: Er,

Das Urbild aller Manncswürdigkeit.

Sie, Tochter Gottes, Paradieses BrautUnd Jungfrau, Weib des ersten frohen Mann's,Das Urbild aller Weibesschöne! FastAnbetend sah ich sie und fühlte michSo klein, so tief hinab gesunken, fühlteSo tief hinab gesunken mein GeschlechtVon jener Würd' und Schöne, von der KraftUnd Weisheit der beherrschenden Gestalt,

Die Gottes Ebenbild hienieden war,

Und ihrer Güt' und Unschuld. Wie der Bach

Von seiner reinen Silberquelle fleußt

Und trübt sich hie und da mit Schlamm und Koth,

Und schwillt von Gifte, färbet sich mit Blut

Und Eiter, ist mit Leichnamen bedeckt

Und stirbt zuletzt im Sande; so erschien

Dein Forlfluß mir, du armes Menschenvolk,

Won schwächeren zu schwächeren Geschlechtern.

Wo ist dein Gottcntsprung'ner Himmelsquell,

Und kannst du armer, trüber, blut'ger BachZurück zur Quelle fließen? Kannst du jeDie erste, reine Himmelsquelle werden?

Und bleiben? Bittre Thranen flössen mirDa, wo ich stand, in meinen trüben BachDes Menschenlebens. Jene TraumgestaltenDes Gottes und der Göttin meines StammesVerschwanden und das Paradies verschwand,