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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
66
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siü Herders Gedichte.

Greis, der unter der KnechtschaftHarten Fessel danieder sank?

Süße Töne beginnen.

Seyd ihr Kindesgelall? Oder der Säuglinge,

Und des Knaben und MädchensErste Freuden? O weilet, weilt!

Weilt auch Ihr, die ihr wiedcr-Kehret, Seufzer des -Manns, die ihr den letzte»

Hauch

Seines brechenden Herzens

Einem fühlenden Weltgeist gabt.

Horch! In tieferem Tone

Bebt die Saite; wer ist's? Eines Hermitcn Ton,Der, ein heiliger Barde,

Sich beseufzt und das Vaterland.

Horch! An Babylons WeidenKlang die Harfe so dumpf; und so erhaben jetzt,Da sie Freuden der Zukunft,

Hell in Tönen, fortlockend singt.

Horch! So klinget die HarfeEines Engels im Chor himmlischer Geister, wennSich die lösende SeeleSanft von Athcm zu Athem hebt,

Bis allmächtig erklingetAller Seligen Ehor, Aller Bcfreieten,

Die der drückenden BandeLos, beginnen den Weltaccord.

§