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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
26
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Herders Gedichte.

Tauschende Menschheit du! bist der benameteStrom.

Eins nur bleibet dir treu, des Herzens innere Würde;Dein Element und Quell, Wellen und Qccaneinst.

Nichts verliert sich.

Nicht der brausende Strom zürnt mit dem rieselnden

Bache,

Nicht der rieselnde Bach zürnt mit dem fallen-den Thau;

Alle rollen vereint zum weiten unendlichen Meere,

Wo sich ihr Name verliert, wo ihre Wellezerrinnt;

Aber sieh', vom gewaltigen Meer zieh'n Dampft gen

Himmel,

Schweben als Wolken umher, regnen in Tro-pfen herab.

Ketten der Berge ziehen sie an und erhabene Gipfel,

Quellen strömen in's Land, Krauter und Blu-men entstehn.

Nein, kein Tropft verlohr sich im Meer und dem

Endlosen Aether;

Darum, lieblicher Bach, rolle die Welle ge-trost.