Die Welle» wallten küssend hin zum StrandeDes grauen Ufers, das rings um mich herIn seinem frischen, blumichten Gewände
Aufsing der Schmetterlinge gauckelnd Heer.
Der Liebe luft'gcr Schleier, rings umflogenVon Zephiretten spielte mit den Wogen.
Und über mir, hoch über mir in Lüften
Des blauen Aethcrs säuselte der Baum,
Der rein und lauter von der Erde Düften,
Ein himmlisches Gewächs, den grünen SaumUmschreibet mit der Sonne goldncn Schriften
Und giebt dem Fluge der Begcistrung Raum;Die schlanke, schöne Königin der Baume,
Die Pinie hob mich in goldne Traume.
Ich hörte; aus des Meeres leisen WogenErhob sich einer Stimme süßer Ton:
„Ich kenne dich; du hast mich nie betrogen,
Du liebst die Wahrheit, und verdienst zumLohn,
Daß dir die Hülle werd' emporqezogcn,
Die alle Wesen bis zum lichten TbronDer schaffenden Natur in Schatten hüllet;
Vernimm mich, und dein Wunsch wird dir gestillet."
„Was rings um dich dir deine Blicke zeigen,
Was alldurchwallend die Natur bewegt;
Was droben dort in jenem heil'gen Schweigen
Des Aetbers, drunten sich im Würmchen regt;Und in der Welle spielt, und in den Zweigen
Der Fichte rauscht, und dir im Herzen schlagt,
Und