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Herders Gedicht«.
Zn das Gesangbuch der Frau von —
Ein Wunsch, der still für uns und Andre fleht,Ein Seufzer, der dem Herzen leis cntwcht,
Den keine Lippe spricht, ist ein Gebet.
Die Freude, die in unsrer Nrust erklang,
Die neu sich fühlt mit Jubel, Preis und Dank,Zum Himmel steigt sic auf, und wird Gesang.
Wenn sich dein Sinn im Streben einsam müht.Verschleiert und umwölkt sich dein Gemüth;
Erheb' cntwölk' es durch ein heilig Lied.
Gerührt von Freude, voll von süßem Dank,Ertöne dann des Herzens Silberklang,
Und all dein Leben werde Lobgesang.
An
den Herrn Geheimen Regierungsrath vonS c h a r d t.
(Da derselbe nach Einem Jahr als Mitglied desOber-- Consistoriums wiederum abging.)
1790.
Wie bald, 0 Freund, wie bald ist es ver-schwunden ,
Das lange Jahr mit seinen kurzen Stunden!