Herders Gedichte.
bin Rüstiger erschafft Jahrhunderte,
Die ohne seines Geistes Muth und KraftDie Welt gelassen hätten, wie sie war,
Ein Nest voll Kinder, Thoren, Bestien.
Die Zeiten andern ohne Kräfte nichts;Durch Menschen wird der Mensch Huma-nist r t.
C. Und wer erschaffet Zeit und Menschen? WerErweckte jeden großen edeln Mann,
Der seiner Zeit vorantrat? Gab ihm Muth,Rath und Gedanken , Willen, Kraft undThat;Entzündete sein Herz, Gefahren nichtZu scheuen, gab ihm freien, weiten BlickUnd festen Fuß, zu stehn und übern AbgrundHinwegzuschreiten? Der am Himmel dortDie Sterne führt in cw'gcm Reigentanz,
Der aus der Nacht die Morgcnrothe ruft.
Den Blitzstrahl aus der Wolke schleudert, EcErwecket Zeiten, Menschen.
A. Altes Mährchen!Der Staat, Gesetze hatten ihn gereift.
Uns ist Religion die Polizei,
Und ihre Diener sind ein stehend Heer.
B. Und wer erschuf dann Staaten? wer ersannGesetz und Weisheit? War's das stehendeEedungne Heer?
Ein Doppelhunger ist's,
A. Ein Doppel trieb, der Magen und die
Liebe,
Dadurch der Menschheit Weltall gravitirt.