3>4 Herders Gedichte.
Und jeder Zukunft Traum, umwölbt mit vollen
Trauben,
Mir Hoffnung, Ahnung, Wunsch, Gefühl und
Sehnsucht rauben;
Des Menschen Würd' und Werth ist Tücken - Apa-thie ! —
Wie aber? wäre mir mit allen Lcbensstunden
Das Leben selbst, Gefühl und Mitgefühl verschwun-den ;
So tröstete mich Rauch und Nauchphilosophie.
Komm, zarte Laute, du mit deinem zarten Be-ben,
Und schone meiner nicht. Du sollt mir Thronen
geben,
Und jeder Ton in dir zum Himmel mich erheben,
Erheben mich in Klang und Maaß und Sympathie.
Ein neues Weltenall erschaffst du uns in Tönen,
Die uns mit Gott und Glück und mit uns selbst
versöhnen.
Des Herzens Trösterin ist Herzenspoesle.
Die Tochter Zairus.
(Auf einem Kupferstich.)
Schaut den himmlischen Arzt, mit stillem Blicke
berührt er
Di? erstorbene Hand, richtend die Tochter empor