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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
309
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Erster Theik. 3oZ

Sprach der Esel.Wohlan! Wir waren, dacht

ich, bisher auch

Keine Könige! Auf!" Der Esel sprang. Wie

ein Klotz fallt,

Lag er in Mitte des Bachs und steckt' im Schlamme.

der Löwe

Nies am Ufer:wohlan! wo sind die trockenen

Füße?"

Alle Thiere lachten; mit Mühe watet der Esel

Aus dem schlammigen Bach. Doch seht, was Glück

und die Lisi thut.

Eben war dem Springer ein schwimmendes Fisch-chen im Ohre

Hangen geblieben; der Fuchs bemerkt es.Schwei-get und höret!

Spricht er, wo sind sie nun, die des Kreuzes hei-liges Zeichen

Schnöde verachten? Und glaubet ihr denn, es hatte

der Esel,

Unser König und Herr, nicht auch wohl können den

Sprung thun?

Halt' er gewollt! er wollt' euch höhere Tugend er-weisen.

Schauet den Fisch; den sah' er im Sprung' und

sing mit dem Ohr ihn;

Thu' es der Löw' ihm nach, und nehme den Thron

und die Herrschaft.

Aber ich sorg', er wird es mit offenem Rachen und

allen

Klauen wohl nicht versuchen, geschweige, daß er's

im Sprung thur!">