Erster Theik. 3oZ
Sprach der Esel. „Wohlan! — Wir waren, dacht
ich, bisher auch
Keine Könige! Auf!" — Der Esel sprang. Wie
ein Klotz fallt,
Lag er in Mitte des Bachs und steckt' im Schlamme.
der Löwe
Nies am Ufer: „wohlan! wo sind die trockenen
Füße?"
Alle Thiere lachten; mit Mühe watet der Esel
Aus dem schlammigen Bach. Doch seht, was Glück
und die Lisi thut.
Eben war dem Springer ein schwimmendes Fisch-chen im Ohre
Hangen geblieben; der Fuchs bemerkt es. „Schwei-get und höret!
Spricht er, wo sind sie nun, die des Kreuzes hei-liges Zeichen
Schnöde verachten? Und glaubet ihr denn, es hatte
der Esel,
Unser König und Herr, nicht auch wohl können den
Sprung thun?
Halt' er gewollt! er wollt' euch höhere Tugend er-weisen.
Schauet den Fisch; den sah' er im Sprung' und
sing mit dem Ohr ihn;
Thu' es der Löw' ihm nach, und nehme den Thron
und die Herrschaft.
Aber ich sorg', er wird es mit offenem Rachen und
allen
Klauen wohl nicht versuchen, geschweige, daß er's
im Sprung thur!" —>