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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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270
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270 Herders Gedichte.

Mehr als Alles, wird sie dich erfreuen,Vieles schenk ich dir mit ihr.

Süßen Trug und holdes Wahnen,Das für mehr, als Wahrheit gilt,

Und ein immer wachsend neues Sehnen,Das die Seele hebt und füllt.

Träume sind in ihr verborgen,

Freund, du kennest sie noch kaum.Hoffnungen, mit jedem neuen MorgenDir ein neuer Jugendtraum.

Weise Blindheit, nicht zu sehen,Was du froh nicht sehen willt:Nüchternheit, nicht Fehler aufzuspahen,Die der Liebrcitz dir verhüllt.

Schonung lieget itt der Binde,

Ruh und Warten und Geduld.

Nimm sie, und fey seclig gleich dem Kinde,Oder es ist deine Schuld!"

Seit mit dieser Gottcrgabe,

Amor mich zum Gott entzückt,

Ist sie wechselnd mein' und ChloeNs Habe,Und wir tragen sie beglückt.