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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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246
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Herders Gedichte.

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Germanien.

Deutschland, schlummerst Du noch? Siche, was

rings um. Dich,

Was Dir selber geschah. Fühl' es, ermuntere

Dich,

CH die Scharfe des Siegers

Dir mit Hohne den Scheitel blößt!

Deine Nachbarin sieh, Polen, wie mächtig einst,Und wie stolz! o sie kniet, Ehren - und Schmuck-beraubt

Mit zerrissenem Busen

Bor drei Mächtigen, und verstummt.

Ach, es halfen ihr nicht ihre Magnaten, nichtIhre Cdeln, cs half keiner der Namen ihr,

Die aus tapferer Vorzeit

Ewig glänzen am Sterngezelt.

Und nun, wende den Blick! Schau die zerfallenenTrümmer, welche man sonst Burgen der Frei-heit hieß,

Unzerstörbare Nester;

Ein Wurf stürzte die Sichern hin.

Weiter schaue. Du siebst, ferne in Osten stehtDir ein Riese; Du selbst lebretest ihn, sein

Schwert,

Seine Keule zu-schwingen.

Zorndors probte sie auch an Dir.