Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
247
Einzelbild herunterladen
 

Erster Theil.

247

Schau gen Westen; es droht fertig in jedem Kampf,Vielgewandt und entglüht, trotzend auf Glück

und Macht

Dir ein anderer Kampfer,

Der Dir schon eine Locke nahm.

Und Du säumetest noch, Dich zu ermannen, DichKlug zu einen? Du säumst, kleinlich im Ei-gennutz,

Statt des Polnischen Reichstags,

Dich zu ordnen, ein mächtig Volk?

Soll dein Name verwehn? Willt Du zertheilet auchKnien vor Fremden? Und ist keiner der Vater

Dir,

Dir dein eigenes Herz nicht,

Deine Sprache nicht alles wcrth?

Sprich, mit welcher? 0 sprich, welcher begehr-test Du

Sie zu tauschen ? Drin Herz, soll es des Gallier,Des Eosakcn, Kalmuken

Pulsschlag fröhnen? Ermuntre Dich!

Wer sich selber nicht schützt, ist er der Freiheit werth?Der gemahlcten, die nur ihm gegönnet ward;Ach die Pfeile des Bündels!

Einzeln bricht sie der Knabe leicht.

Höfe schützen Dich nicht; ihre Magnaten fliehn,Wenn kaum nahet der Feind; Insul und Mitra

nicht.

Wirf die lahmende Deuschheit

Weg, und sey ein Germanien!