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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Um den Frieden.

(Nqch Horaz,. I, 2.)

Gnug der drohenden Unglücksschwangrcn Stürme,Gnug des giftigen Nebels, der den FreundenFreunde birget und alte Treu in neuer

Höllengestalt zeigt!

Gnug des schrecklichen Hagels, der die SaatenAller Wünsche zerschlägt, hat uns das SchicksalAugesendet, das jüngst auf Thron und Reiche

Blitze geschleudert.

Hat die Völker erschreckt mit jener ZeitenRückkehr, da in Europa's dunklen WäldernWölse heuleten und mit mehr, als WolfsgierHeere sich würgten.

Sahn wir> Sehen wir nicht den Rhein, die MoselMaas und Rhone vom Blut unschuld'ger Völker,Roth vom Blute der Bürger? Im Gefilde

Berge von Leichen?

Vater, Jünglinge, Kinder fällten GräberVor den Heeren; damit darüber stiegenNeue Heere der Brüder in die offne

Höhle des Todes!