224 Herders Gedichte.
Vollende Deines Stammes schönste SacheAuf Deines Rudolphs Thron,
Daß Deutschlands Söhne sich wie Brüder lieben,Und deutsche Sitt' und Wissenschaft,
Von Thronen, ach! so lange schon vertrieben,Mit unsrer Väter Kraft
Zurückekehren, daß die holden Zeiten,DieFriedcrich von ferne sieht,
Und nicht beförderte, sich um Dich breitenUnd seyn Dein ewig Lied.
Auf Willamovs Tod,
des deutschen Dithyrambensängcrs*)1781.
O Vaterland! das seine besten Söhne,
Ein rauher Fremdling, von sich stieß,
Wie oder, sich im Schoos, sie sonder HippokreneUnd Brod verschmachten ließ:
Auch
*) Er lebte zuerst i» Lhorn bei einer mäßigen Pro-fessorstelle arm und glücklich; ward als Aufseherdes Instituts der Wissenschaften nach Petersburgberufen, wo er sich, einer ökonomischen Aufsicht
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