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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte

Und Gott will's! und Religion"

Sie kniete fromm dahin:

,,So nehm' ich keiner Tugend Lohn,Durch's Recht nicht Königin,

Gemahl und Tochter nehm' ich an,

Was Ihr izt auf mich zwingt,

Und geh nur des Gehorsams Bahn,Die bald wohin mich bringt?"

Sie ging (so geht ein Lammlcin hin!)

Zur Krönung in den Tow'r

Und sicht im reinen stillen SinnSchon ihre Kerkcrmau'r.

Zehn Tage war mit Kronen--PrachtDer Engel angcthan,

Da kam schon, sich! in HöllennachtMaria grimmig an.

Die Haufen flammten. Nicht geschontWard ruhendes Gebein.

Die Edlen starben. UngelohntSollst du, Johanna, scyn?

Nein hör und hör es muthiglich,

Dein Urtheil ist gefallt,

Ein Tag, Ein Blutschwerdt leitet dichUnd Guilford aus der Welt.

Ein Tag, Ein Blutschwerdt? Nein, das istDer Mörderin zu schön.