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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
221
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Erster Theil. 22r

Zusammen soll in edlem ZwistDas Volk sie sterben sehn?

Zusammen soll am RlutaltarDer Tod sie sanft umfahn?

Das Sechszehn zwanzigjähr'ge PaarAuf Einem Blumcnplan?

Nein Guilford sterb' allein im Weh,

Und Sie sch' führen ihn

,,Zum Tod, und todt und blutig seh

Sie seinen Leichnam ziehn;

Und harre Tods, der komme nicht.

Und bis sie blutend blaßt,

Umwölk' ihr StrahlenangesichtEin Priester, den sic haßt!

Und ungeboren sterb in ihrDes süßen Guilfords Brut

,,Und seh den Tag nicht!" Mord'rin dirWeh, Mörd'rin, deiner Wuth!

Und doch vergebens wüthest du.

Vergebens trennst du sie.

Hast Macht du über Engelruh?

Trennst du im Lode? Nie!

MeinGuilford, Einen AugenblickGeh murhig mir voran,

Wo uns nicht Tod, nicht Mißgeschick,

Kein Feind uns trennen kann !