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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
165
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Der Menschenthaten, er zerrinntAns glatter Fläche, leiser WindHat ihn verwehet!

Jüngling, ein Menschenleben, schwachTraufelt's in der Zeiten Bach.

Sie rollt, sie wölbt sich prächtig umDie erste Welle; sieh wie stummDie dritte schweiget.

Trübe zum Wandrer saß ich hin,Sah die krausen Wellen fliehn,

Sah Tropfen sinken in den Bach,

Die Wogenkreise sanken nach,

Mir flössen Thräncn.

Jüngling, o deine Ruhmesthrän'Rinnet edel! Lieb und schönLacht Lebensblüth' am Morgen früh.

Und sieh, die frühen Kränze, die!

Wie sie verwelken!

Jüngling, ich war um's Vaterland,Edler Thor, wie du entbrannt.

Gerungen Hab ich und gelebt,

Und was errungen, was erstrebt?

Die Welken Blatter.

Jüngling, o sieh, da ziehet hinSpreu im Strom. Prächtig ziehnDie Schäume; die Kleinode sindVersunken. Jenes Hügels WindPfeift leere Lieder.