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Herders Gedichte.
H e r b s t l i e d.
Der Winter kommt, der Wind ist kalt,Das Laub beginnt zu fallen,
Ach wie's dir gehet liebes Laub,
So muß cs geh'n uns Alle».
Wir sind geflochten, roll'n umher,
Umher im Rad der Zeiten,
Und wie sie rollen Jahr ins Jahr,
So gcht's zu Ewigkeiten.
Ich stand einst jung, ich schwebt' umherIm Hauch der Frühlingsweste,
Es sprühte frisch, es trieb der Saft,
So ward das Bäumlein feste.
Die Blüthen weben die Blätter herab,Sie spreiten weiß die Erde,
Daß sanft im Regen und SonnenscheinJur Frucht das Knösplein werde.
Die Früchte lachen, es nagt der WurmWo die Frücht' am schönsten lachen,Und voller Baum, dich peitscht der SturmJuni nackten Streif zu machen.
Sie zeucht uns an, sie zeucht uns aus,Legt nackt uns nieder zur Baare,