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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
155
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Erster Th eil.

16

Umfangt's, wie dort, wahnsinnig ja schon,

Sein Bildnißmadchen Pygmalion;

Kann glauben, ach! ohn' Art und Sinn,Schifft gegen Wind und Wellen hinUnd tauscht sich selig und lacht der That,

Daß man so selig betrogen sich hat.

Grauhaariger Thor, so manche ZeitHast du gerungen mit Müh' und Leid,

Hast stets gehoffet dir Ende dco Pein,

Und ist's nicht heute, wird's morgen seyn."

Der Morgen kommt, ist Mittag, ist Nacht,Und stets noch immer in Sorge verwacht,

Gehofft nun wieder auf Morgenfrist,

Bis er am Morgen gestorben ist,

Sing's, liebe Laute, von Falkenhöh'

Ist man nur selig: je und je

War uns statt Haben der ganze Gewinn

Au hoffen, blicken im Fluge dahin.

O lange, lange lag' ich im Grab',

Hatt' Lebens Bürde geworfen ab,

Wenn Du nicht, Liebe, du süßer Wahn,

Und Ehre gelockt mein Leben hinan.