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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
157
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Erster T h e i l.

O grause Mutter, Mutter Zeit!

Und färbt und salbt die Haare.

Wirf ab, die Blüthe dauert nicht,

Daß reif die Knospe werde;

Wirf ab die Blatter falben schonUnd wallen nieder zur Erde.

Da raufcht's von Leichen: Brich, o Nord,Das dürre auch danieder!

Rauscht, Blatter! dürren Aestc, flammtEs sind nicht meine Glieder.

Ha neuer, neuer Frühlingswind

Wenn wirst, wenn wirst du weben!

Da Laub und Blüth' und Frucht erstehtUnd nimmer wird vergehen!

Ha neuer, neuer Frühlingswind

Du wärmst mein Mark verborgen,

Noch in der Wurzel lebt mein Saft,

Und frisch ersteh ich morgen.

Adler und Wurm,

i.

Mit allen seinen Kräften schwangDer Ädlcr sich zur Sonne, drangSchon durch die Wolken, reichteZum höchsten Felsen, kauchte