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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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142
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Herders Gedichte.

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Jhr Nachtigallen, klaget süße Pein,

Ihr Turteltauben, girret Liebe drein,

Ihr Knospen sproßt der Mühe süßes Streben,Ihr Lerchen singt der Hoffnung Frühlingslcbcn.

So will ich denn, des Lebens mich zu freun,In Noch getrost, in Hoffnung glücklich seyn.Wenn unter Rosen oft auch Dornen stechen,

Won Dornen will ich meine Rosen brechen.

Das Lied vom Schmetterlinge.

Liebes, leichtes, lust'ges Ding,Schmetterling,

Das da über Blumen schwebet,

Nur von Thau und Blürhen lebet,Blüthe selbst, ein fliegend Blatt,

Das mit welchem Rosensingcr!

Wer bepurpurt hat?

War's ein Sylphe, der dein KleidSo bestreut,

Dich aus Morgendust gcwebet,

Nur auf Tage dich belebet;

Secl'chen und dein kleines HerzPocht da unter meinem Finger,

Fühlet Todesschmerz.