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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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138
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Herders Gedichte.

Gen Himmel zeucht, und schwer beladenErmattet! Jammernd weg sich wendet! und wie

Hauch nur

Auf Unsichtbaren Freundes SterbeküssenDas Haupt danieder senkt

O du, der hohen Himmels Götter

Ein stumm Erbarmungs-Bild! in aller Himmel

Milte

Verlassen!-aller armen Menschheit

Die höchste Majestät

Des Leidens! Ach, wo bist du? bist duBelohnt, Laokoon! Als nun des SterbeseuszcrsErddumpfer Trauerfall in Wonne,

In Wehmuthlust zerstoß,

Und alle Engel ein dich holten,

Und offnen, lauten Mund's, dich Engel, deine

Kinder

Umarmeten! (der DrachenknoteDes Schicksals war zerstückt.

War weggehobcn!) Und auf FlügelnDes Hocherhabenstcn der Seufzer, als du kraftlosIn neuer Welt (soll ich ihn nennenDen Allgewaltigen,

Den Hohen, 'unter dem wir leiden

Und Staub sind! oft verlassen leiden! unter'm

Himmel

Wie unerhört und einsam sterben,

Verlieren uns, wie Hauch!)