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Herders Gedichte.
Gen Himmel zeucht, und schwer beladenErmattet! Jammernd weg sich wendet! und wie
Hauch nur
Auf Unsichtbaren Freundes SterbeküssenDas Haupt danieder senkt —
O du, der hohen Himmels Götter
Ein stumm Erbarmungs-Bild! in aller Himmel
Milte
Verlassen!-aller armen Menschheit
Die höchste Majestät
Des Leidens! Ach, wo bist du? bist duBelohnt, Laokoon! Als nun des SterbeseuszcrsErddumpfer Trauerfall in Wonne,
In Wehmuthlust zerstoß,
Und alle Engel ein dich holten,
Und offnen, lauten Mund's, dich Engel, deine
Kinder
Umarmeten! (der DrachenknoteDes Schicksals war zerstückt.
War weggehobcn!) Und auf FlügelnDes Hocherhabenstcn der Seufzer, als du kraftlosIn neuer Welt — (soll ich ihn nennenDen Allgewaltigen,
Den Hohen, 'unter dem wir leiden
Und Staub sind! oft verlassen leiden! unter'm
Himmel
Wie unerhört und einsam sterben,
Verlieren uns, wie Hauch! —)