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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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128
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128 Herders Gedichte.

Sieh noch den Himmel, Mann ! er wird schon Wolke,Senkt scheidend schon sein AngesichtIn trüben Meeressaum. Seh' ich dich wieder,

Du scheidend Himmelszelt!

Sch ich dich wieder? Ach, da wall' ich FremdlingAuf offnem, weiten Meere nun!

Geh, wie ich zu ihm kam! So höre Himmel!

Des Fremdlings Schcidcwort!

Hör es, das dort, wie Lpferwolke, dämmertMein zweites, holdes Vaterland,

Du! dem den Fremdling Ungefähr und LeichtsinnWarf in den Mutterschooß.

Dein Mutterschooß empfing den Fremdling sanfter,Als sein verjochtes Vaterland!

Ihn sanfter, als die eignen Halbgeborncn!

Und liebtest mütterlich,

Gabst mütterlich dem Fremdling Wunsch und Hoff-nung,

Arbeit und Muse, Freud' und Brod,

Und Neidcssporn, ihn anzuglühn! und gabst ihm,Der Freunde warmes Herz,

Der Freunde Herz, aus deren BundesarmcnIch mich dort bitter weinend rang

Für Alles! Alles! segnet dich der FremdlingMehr sagen kann er nicht!

Und wallet hin auf Meer und Tod! Ach! alles!

Wenn, Freund, dem sterbeletzten BlickEinst alle Welt, wie jener MutterhimmclIn Wolke niedersinkt >

Mit Freund' und Freuden! Haab'! und Ruhm!

und Leben!

Wo, Pilger! wo dann schweben wir

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