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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
127
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Ein Ungewittcr risi ihn! Ahndungsdonner

Wie? ahndetest du ewig ihn.

Den Kuß der Trennung? Soll er nimmer werdenDer Kuß des Kommenden?

Zu ihren Hütten kommend! Zu den HüttenDer Noch und Freude, wo sie jetztHinkehren blicken noch vom schwanken BooteMit Thrane nach uns her,

Mit Thrane nach uns her! Und senden Boten,

Der Freundschaft Seufzer, uns nur weg,

Nur weg zu flügeln! Sieh! da ist ihr Boot nurSchon Wolke nur ein Punkt,

Ein schwarzer Punkt im Meer. O Freund, wie AllesEinst Alles, Alles uns wird seynEin schwarzer Punkt im Meer ! Verlohrne FreundeUnd Freud' und Lebenszeit,

Im Ungewikter abgerissen! Schone,

Du wilder Sohn des Himmels, du!

Du kehrst mit ihnen eine Welt voll edlerVeclohrner Freund' hinab!

Sie waren edel! waren meiner JugendDer schönste Theil! die LebenszeitDer Freude! waren mir, wie jene Fluren,

Die ich genoß und sang

Genoß und sang. Dort flichn sie Freund'und Fluren,Genossen und verloren mir,

Wie Lenz', ach! nimmer, nimmer wiederkehrendFreund, wie uns einst die Welt!

Denn steh, dort sinkt der Himmel, dessen Kindern,Dem holden West und Abendroth,

Und ihrer holdsten Schwester MorgenröteWir dort um Gunst gebuhlt