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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Ich fuhr empor und wuchte. Was ich gesehn,Saht ihr es Dichter, Weise, Propheten? WerDes Aufgangs Söhne! wessen Blick kamNaher ans heilige Dunkel Gottes I

Als ich von Liefland aus zu Schiffe ging.

1769.

Sieh, Freund! da fliehn sie hin im Ungewitter,Die Freunde meiner Jugend. Sie,

Die licbckühn uns bis zur Grenze folgtenDes alten Oceans.

Am Himmel *) traten vor des Vaters AntlitzDie Sterne, Abendsiern und Mond!

Er segnet sie hinweg. Da ries zum Meer unsDer weh'nde Himmelssohn.

Da schied der letzte Kuß. An's OceanesWildwch'ndem, unabsehbar'» ReichIn reger Luft, im Angesicht des HimmelsDer treuste letzte Kuß,

Der je geschieden ward! Und ach! nie rascher,So bebend furchtbar schwankenderHinweggeschieden! Hier an zweer SchiffeAufbcbend flich'ndem Rand

) Durchgang der Venus und sichtbare Sonnenfin-sternis, die wir im Hafen erlebten,