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Herders Gedichte.
Von Schritt zu Schritte? Sprechet in Bildern mir,
Sind Gcistesschatze, Werre der Götter! sindGedankenwelten nicht im Taumel
Stürzender Zeiten oft mit versunken?
Wie? oder klagt ihr, Mütter - Aevnen? klagt
Verloren eure Tochter, die schöne BrautDes Paradieses, süße Unschuld,
Holde gesellige scl'ge Liebe?
Und stürmt in Saiten: „wehe der blendenden
Abgöttin! weh' dir, Blatter verhüllte Schaam,.Scheintuqenden, ihr Sodomsfrüchte
Reizender Schöne, von innen Dampf nur!"
Mwisserinncn, schweigt ihr, Jahrhunderte?
Wie? oder nenn' ich Musen? wie oder warDer reizenden Gcdachtnißtöchtcr
Singender Reihen noch nicht geboren?
Deckt ew'ge Nacht die Wiege der Menschheit? Geht
Das weise Volk der Erde, wie Fische gehnIm Meer, wie dort des Himmels VögelEwig in Wüsten der Lüfte schweifen?
So sprach ich! Sieh, da wehte mich Gottes Hauch
Zum ersten Morgen. Siche da trafen michGesichte! Der Elohim Ehöre
Sangen ein ewiges Lied der Schöpfung:
„Wie Gott, als lange, schaudernde, kalte Nacht
„Auf Erd' und Meeren fluthete, Gott sein Licht„Urplötzlich aufries und sich Himmel
„Droben und unten Gebirge wölbten.