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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
122
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Schlaf ruhig, ohne Wissenschaft.

Bei uns mag Sorge seyn;

Du sauge schlummernd frischen Saft-Jn deine Nerven ein.

Und werde dadurch groß und blüh,

Der Aeltern süßte Lust

Und Gott und Tugend fühle frühDie milchgcnahrte Brust.

Einst fey ein Mann, der seinem StandMit Treu ergeben war.

Dicß seufzete, und überwandDen Schmerz, die dich gebar.

Alte Aegyptische Philosophie,r 7 6 lt.

O schwarze Nacht! wer hat ihn deinen SchleyerJe aufgedeckt!

Du war'st einst All! da kam ein Funke FeuerUnd hat den Weltschein aufgeweckt!

Der jetzt noch ist. In ew'gcm WechselkreiseMit Tag und Nacht

Rollt er hinweg! mir, bis ich meine Reise,

Die kurze Reise bald vollbracht,

Dann geb' ich Euch, die ihr ihn gäbet, wieder,Nacht oder Licht!

Dem Weltgeist, meinen Geist, und sinke nieder,Sey ich dann, oder fey ich nicht!