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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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108
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Herders Gedicht e>

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Ein Gnadenfeeptcr sollt du scyn!

Sie sprachs.

Und Rußland jauchzet- darein,

Vom Eismeer bis zu Uns; vom Lena bis zum Belt?Da jauchzte Eatharinens Welt,

Und bebte nicht mehr,

Und der Himmel brach,Und Jovah sah' herab, und sprach:

Du meines Thrones Tochter! sey mein Bild,Und bitte, was du wiilc! "

Nicht, Barer! sprach sie, gicb mir Pracht,Die vom entnervten Mark des Landes glanzet,Nicht Lorbeer, der nur Menschenfeinde kränzet,Und weil er blutig trief't, Tyrannen lüstern macht:Nicht Rcichlhum, der vom Schweiß des Armen

glänzet,

Und nur für Schmeichler lacht

Nicht gieb mir dies!

Doch soll ich etwas flehen,Für mich nicht!für die Kinder, für mein Land,So gieb mir Mutterhecz, und Salomons Verstand."Da feyertcn die Engel: da floß von Jova'sHöhen

Der Weisheit Del, wie Thau vom Hermon fließtIn Strömen auf ihr Haupt, und

Sie ward, was Sie ist!Monarchin, Mutter, Kaiserin,

Europens Schiedesrichterin,

Die Göttin Rußlands , und der Glanz in Norden,Das alles und noch mehr ist Eatharina worden.

Ihr Waffenträger, stark durch ihre Macht,

Ihr Adler deckt in majestät'schec PrachtSein weites Reich mit Ruh: