Herders Gedicht e>
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Ein Gnadenfeeptcr sollt du scyn! —
Sie sprachs. —
Und Rußland jauchzet- darein,
Vom Eismeer bis zu Uns; vom Lena bis zum Belt?Da jauchzte Eatharinens Welt,
Und bebte nicht mehr, —
Und der Himmel brach,Und Jovah sah' herab, und sprach:
„Du meines Thrones Tochter! sey mein Bild,„Und bitte, was du wiilc! " —
„Nicht, Barer! sprach sie, gicb mir Pracht,„Die vom entnervten Mark des Landes glanzet,„Nicht Lorbeer, der nur Menschenfeinde kränzet,„Und weil er blutig trief't, Tyrannen lüstern macht:„Nicht Rcichlhum, der vom Schweiß des Armen
glänzet,
„Und nur für Schmeichler lacht —
„Nicht gieb mir dies! —
Doch soll ich etwas flehen,„Für mich nicht! —für die Kinder, für mein Land,„So gieb mir Mutterhecz, und Salomons Verstand."Da feyertcn die Engel: da floß von Jova'sHöhen
Der Weisheit Del, wie Thau vom Hermon fließtIn Strömen auf ihr Haupt, und —
Sie ward, was Sie ist!Monarchin, Mutter, Kaiserin,
Europens Schiedesrichterin,
Die Göttin Rußlands , und der Glanz in Norden, —Das alles und noch mehr ist Eatharina worden.
Ihr Waffenträger, stark durch ihre Macht,
Ihr Adler deckt in majestät'schec PrachtSein weites Reich mit Ruh: