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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Seite
102
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ic>2 Herders Gedichte.

Lebenswonn' und alle Lust,

Nichts ist selbst das Leben!

Schütten auf den Wogen herKommen wir, und schweben Wohin? ach! holder Knabe!

Sie sangen dir in TodespeiihSangen Labungston dir ein:

Zu Ehrist, dem Bruder mein,

Zum Himmel schlaf ich ein!"

Da riß sich fein letzter Blick gen Him-mel

Wo wandelst du nun?

Selige Erscheinung,

Kommst du, wenn mein Blick «instbricht,

Mich heimzuholen?

Schlaf und Tod.

Ein Abendsegen.

Komm' o du des Todes Bild,

Sanfter Schlaf! und breiteDein Gefieder über mich!

Süßen Schlummers BeuteIst doch das ganze Leben!

Ist Traumwerk eitler Phantasie,Die ach bald auch welket sie!Sinkt mattem Schlummer zu!In sanfter Ohnmacht Ruh