ic>2 Herders Gedichte.
Lebenswonn' und alle Lust,
Nichts ist selbst das Leben!
Schütten auf den Wogen herKommen wir, und schweben— Wohin? ach! — holder Knabe!
Sie sangen dir in TodespeiihSangen Labungston dir ein:
„Zu Ehrist, dem Bruder mein,
„Zum Himmel schlaf ich ein!"
Da riß sich fein letzter Blick gen Him-mel —
Wo wandelst du nun?
Selige Erscheinung,
Kommst du, wenn mein Blick «instbricht,
Mich heimzuholen?
Schlaf und Tod.
Ein Abendsegen.
Komm' o du des Todes Bild,
Sanfter Schlaf! und breiteDein Gefieder über mich!
Süßen Schlummers BeuteIst doch das ganze Leben!
Ist Traumwerk eitler Phantasie,Die — ach bald auch welket sie!Sinkt mattem Schlummer zu!In sanfter Ohnmacht Ruh