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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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101
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Erster Theil. lror

Ach starrte mich an,

Sank mir in die Arme.

Brudcrarmen kam der TodIhn wegzuholen.

Wo, o süßer Knabe, woWist du hin geschieden?

Blühtest, Rosenknospe! mir —

Nun verwelkt hieniedcn.

Hieniedcn nur erschienen!

Wie Sonnenblick! wie MorgenstrahlZn des Wandrers dunkelm Thal.

Dein Geist, das Morgcnroth!

Dein schönes Herz! — der TodHat den Roscnknaben mir zerstöret!

Bist kalt wie das Grab —

Todebleichcr Erdklos —

Ach! des Lebens sanfter StromIst starr erloschen.

Kalter Knabe! Bruder nicht!

Ewig mir verloren —

Holdes Wahnbild! ach, wozu?

Wozu SchmerzgeborenHier auf die Schatten-Erde?

Auf meinen Knieen stoffen dirFrühe, 7 zarte Thranen hier!

Wozu sind sie verweint?

Du Traumbild! Schattenfreund!Schattcnrose, mir nur vorgefpicgclt —Wirst Erde bald seyn!

Handvoll stumme Erde!

Gott! o Gott wie trügst du unsMit Wenn' im Leben.