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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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100
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Herders Gedichte.

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Der gürtet Königen das Blutschwect ab,

Und regnet Ruh und Glück

Auf seine Heerden. Fremde giebt sein StabDem ersten Hirten gern zurück.

O hüpfe Volk! wie sich die Taube freut,

Wenn sich ihr Retter naht.

So lechzt das Kind zur Mutter hin sie b^utIhm ihre Brust, um die es bat,

Und weint, und sieht herab. Es trinkt und blicktIhr lächelnd Dank herauf.

O König! schau vom Throne. Juda schicktDir mindestens eine Thräne auf.

Andenken an meinen ersten Todten,

das Liebste, was ich auf dieser Welt verloren.

Früh ich einst den Bruder sahMit dem Tod umfangen!

Augen brechend lag er da!

Seine RosemvangenSchon Ebenbild des Todes!

Im kalken Schweiß! mit kalter Hand,

Da schon alle Welt ihm schwand,

Da sucht', da nannt' er mich!

Hob Aengste lächelnd sich,

Du auch, Bruder! du willst mich verlassen?"