Erster Th eil.
Aber ein andrer Gedank', cntgegentretend dem Her-zen,
Gab mir übtr mich selbst Zügel und Zaum inhie Hand.
Nein! so niedrige Namen und so unwürdige ThakenWill ich nicht nennen; ich will ihnen kein Lebenverleih'n.
Möge die Zeit mich rachen! In langsam - sicherem
Schritte
Aendere sie mein Loos, setze der Bosheit einZiel.
Eine Rache nur kennt die edle Seele; sie gehetUebcr Beleidigung hin, siebt sie verachtend undschweigt.
Auf ein Gemählde der Tuscia. *)
Die du in weißem Gewand' und weißem Schleyer
das Sieb hier
Tragen stehest, sie istTuscia, züchtig und schön.
*) Lu sein, eine edle Römerin, eine Vestale.Sie vcrschmähete es, mit Worten ihre Unschuldzu vertheidigen, und lief, mit dem Siebe in derHand, zur Tiber. Sie schöpfte Wasser mit demSiebe, und sprach: „o Vesta, wenn ich keuschund dir getreu bin, so bringe,ich dies Wasserzu deinem Tempel." Und sic brachte cs, erzähltLivius. Die Vorstellung ist ein sehr bekann-tes Denkmal.