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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
93
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Erster Th eil.

Aber ein andrer Gedank', cntgegentretend dem Her-zen,

Gab mir übtr mich selbst Zügel und Zaum inhie Hand.

Nein! so niedrige Namen und so unwürdige ThakenWill ich nicht nennen; ich will ihnen kein Lebenverleih'n.

Möge die Zeit mich rachen! In langsam - sicherem

Schritte

Aendere sie mein Loos, setze der Bosheit einZiel.

Eine Rache nur kennt die edle Seele; sie gehetUebcr Beleidigung hin, siebt sie verachtend undschweigt.

Auf ein Gemählde der Tuscia. *)

Die du in weißem Gewand' und weißem Schleyer

das Sieb hier

Tragen stehest, sie istTuscia, züchtig und schön.

*) Lu sein, eine edle Römerin, eine Vestale.Sie vcrschmähete es, mit Worten ihre Unschuldzu vertheidigen, und lief, mit dem Siebe in derHand, zur Tiber. Sie schöpfte Wasser mit demSiebe, und sprach:o Vesta, wenn ich keuschund dir getreu bin, so bringe,ich dies Wasserzu deinem Tempel." Und sic brachte cs, erzähltLivius. Die Vorstellung ist ein sehr bekann-tes Denkmal.