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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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90
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Herders Gedichte.

Der vermehrte Schmerz.

Wo ich den Blick hinwenhe, da sch ich meines ge-liebten

Sohnes Bild; doch ach! nicht mit dem freund-lichen Blick,

Den er mir einst zuwandte. Ich seh' ihn, wie er

im Bettchen

Liegt, und sitze bei ihm, höre das ächzende Kind

Ach und kann nicht helfen. Es klagt zu mir und es

wendet

Jetzt noch wendet es mir tief in die Seele denBlick.

Warum quälest du mich, o Erinnerung, die mir

die Leiden,

Jede nach jeden erzählt, jede nach jeden erneut.

Auf, vereine dich, Schmerz, und gieb mir nur Ei-nen Gedanken,

Daß der Liebliche mir früh, und auf immerverschwand.

Die unterdrückte Trauer.

Seliges Kind, das jetzt mit unverwendetem BlickeSüßem Blicke, den Glanz sichet des ewigenLichts,