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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Der vermehrte Schmerz.

Wo ich den Blick hinwenhe, da sch ich meines ge-liebten

Sohnes Bild; doch ach! nicht mit dem freund-lichen Blick,

Den er mir einst zuwandte. Ich seh' ihn, wie er

im Bettchen

Liegt, und sitze bei ihm, höre das ächzende Kind —

Ach und kann nicht helfen. Es klagt zu mir und es

wendet —

Jetzt noch wendet es mir tief in die Seele denBlick.

Warum quälest du mich, o Erinnerung, die mir

die Leiden,

Jede nach jeden erzählt, jede nach jeden erneut.

Auf, vereine dich, Schmerz, und gieb mir nur Ei-nen Gedanken,

Daß der Liebliche mir früh, und auf immerverschwand.

Die unterdrückte Trauer.

Seliges Kind, das jetzt mit unverwendetem Blicke —Süßem Blicke, den Glanz sichet des ewigenLichts,