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Herders Gedichte.
Siehe,, sie sinh gekommen. Mein Einig und Al-len Geliebter,
Ferne von meinem Blick, schmachtet und siechetund krankt.
Gedanken dev Eifersucht,
Was wollt ihr, Gedanken, die in furchtbarer Ge-berdung
Mein verwirrtes Gemüth regen und schwellenempor?
Seyd ihr Argwohn? Schleichet in mir vom Haar
der Alccto
Eine Schlange, die sich Furie-Eifersucht nennt?
Ach, ich fühle den Frost der Holle mir nahe dem
Herzen;
Mir entweicht der Vernunft ruhiger goldenerStrahl.
Sage, was that ich dir, o Liebe, daß du mich also
Quälest? Oder war ich deiner Geschenke nichtWerth?
Fandest du treulos mich,, mich, deine Getreueste? —
Göttin,
Nimm die Quaalen von wir, sende der Schul-digen sie.