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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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87
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Erster Th eil.

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Die Nebenbuhlerin.

Du, die meinem Geliebten so Wohlgefallen, (ent-zücket

Spricht er noch jetzt von Dir, preiset dein gol-denes Haar,

Deinen lieblichen Mund und die sanft - anmuthigen

Reden,

Voll von Grazie-Zier,) Du, die Bescheidenheitselbst,

Sage mir, wenn du zu ihm so lieblich sprachest,

empfand er

Nichts? und hörte dich an, ruhig, gelassen undkalt?

Oder wandt' er zu D>r, wie Er zu Mir sie auch

wandte,

Seine Blicke? Verwirrt war er, der liebendeBlick,

Und er glühte sich an, an deinen leuchtenden Augen,

Und — ich weiß es — Du schweigst? stehestzum Boden hinab?

Schaamroth? — Red'! Antworte! — Doch nein!

Ich bitte dich, schweige,

Wenn du mir sagen willst, daß er dich jetzonoch liebt.