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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Erster Th eil. 67

Vom höchsten A llb ew u ß t se y n. Sey ein Thier,Verliere Dich; und wunderst dich, 0 Thor,

Daß du die Gottheit mit dir selbst verlorst?

Der Wesen Harmonie!" Ein leeres Wort,Dhn' einen Hörer. Höre du sie liefZn deinem Herzen, und es nennt dein HerzIn tiefster Stille mit dem vollen ChorDer Welten Ihn, das höchste Selbst, den

Sinn

Und Geist, das Wesen aller Wesen ^ Gott.

Wohlauf! In deinem Innern baue dannDer Gottheit einen Tempel, wo sic gernMitlheilend wohnt. In ihm erschallet lautUnd leise jener Wahrheit Stimme, dieDer Wesen Selbst ist. Aus! Erkenne sie,

Sey Priester dieser Wabrheit, diene dirAm heiligsten Altar, und ehre dich,

Und pfleg' in Dir dein göttlich Selbst, Vernunft.

Die häßliche Gestalt, die schaudernd duIm Spiegel deines Lebens an dir siehst,

Die Furie, die dich zu Neid und HaßUnd Eitelkeit anregke, sie, die dichVon Deinen Liebsten trennete, und schloßMit Eisen dir das freundlichste Gcmüth;

Sie war nicht Du; die ärgste Feindin dir,

Dich selbst dir raubend. Hemmte sie dir nichtDein Fröhlichstes, das Wirken? stellte dir,

Dem Stolzen, größer» Stolz entgegen, derDich überwältigend erbitterte,

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