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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

WaS an der Mutter Brust, was an der BrustDer großen Mutter, der belebendenNatur, von Elementen in dich stoß,

Lust, Aethcr, Speis' und Trank, und Regung,

Bi'd,

Gedank' und Phantasep, bist du nicht Selbst.

Du selbst bist, was aus Allem du dir schufstUnd bildetest und wardst und jetzo bist,

Dir bist, dein Schöpfet selbst und dein Geschöpf.

Nicht was du sichest; (auch das Thier bemerkt.)Nicht was du hörest; (auch das Thier vernimmt.)Nicht was du lernest, (auch der Rabe lernt.)

Was du verstehest und begreifst; die Macht,

Die in dir wirkt; die innre Seherin,

Die aus der Borwell sich die Nachwelt schafft;

Die Ordnerin, die aus VerwirrungenEntwirrend webt den Knäuel der NaturZum schönen Teppich in und außer Dir;

Das bist du selbst; dir Gottheit ists, wie Du-,

Die Gottheit?" Ja! denn denke, denke dirDer Wesen Ehaos ohne Sinn und Geist,

Ohn' einen Allerfüllenden, der SichUnd Allem Äregel ist; gedenke dirDen großen Unsinn der SinnreichestenNatur, und stürz' unsinnig dich hinabIns öde Ehaos, das sich selbst nicht kennt:

Denn wärest du, Wenns nirgend ist, ein Selbst?

Zurück in dich? In deinem innerstenBttvußtsepn lebt ein sprechender Beweis