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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
59
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Erster Thcil.

Und sie sann. Aus Einem WegeWard aus Allem Sympathie.

Ferne, sprach sie, sey von ibm die Träge!Seine Lust sei ewigsüße Müh.

Angebohren werd' ihm nichts; gcbohrenWcrd' in ihm ein e w'ger Trieb.

Und auch jedes Glück, durch Schuld verloh-ren,

Wcrd ihm tausendfach durch Reue lieb.

Nur in Andern sei sein Leben;Wirksamkeit sein schönster Lohn.

Enkel, die ihm Dank und Ehre geben,

Lohnen ihn für seiner Brüder Hohn.

So vereint durch alle FolgezeitenStrebe seine süße Müh;

Neu gestärkt durch WiderwärtigkeitenSteige mehr und mehr umfassend sie."

Auch im Kleinsten wcrd' ums GanzeEwig dies Geschlecht verdient;

Nur am Ziel im schönsten AbcndglanzeHängt der Kranz, der für den Menschen grünt.Für die Leidenden, die ihn umringen,

Weih' ich ihn der Menschlichkeit,

Und sein Herz, wenn Seufzer auf ihn dringen,Zum Altäre der Barmherzigkeit."

Mutkerkonigin! das schwächste We-sen

Das man einzeln nur beweint,

Hast du dir im Ganzen auserlesen

Und gesammt durch Lieb' und Noch vereint.