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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Die Bestimmung des Menschen.

Als die Königin der Dinge,Reich ein unerschöpftem Reiz,

Wesen schuf, war nichts ihr zu geringe;Sie bcgabete mit mildem Geiz:

Denn das Füllhorn aller TrefflichkeitenWar in ihrer Mutterhand,

Und sie paarte, was an Lieblichkeiten,Wechselnd auch, zusammen je bestand.

Einen Schmuck von tausend FarbenWebte sie um Florens Brust;Ncuverjünget, wenn die Schwestern starben,Treten Schwestern auf mit Siegeslust.

In ein Chor von tausend süßen LiedernTheilte sich ihr machtger Klang,

Der auf bunten schwebenden GefiedernDisharmonisch-schön zum Himmel drang.

Starke, Klugheit, sanfte Triebe,Schönheit in jedweder Art,

Und in tausend der Gestalten LiebeWard umhergegosscn ungespart,

Endlich trat sie in sich selbst und senkteTics sich in ihr Mutterherz:

Meinem Liebling, wie wenn ich ihm schenkteAller meiner Kinder Lust und Schmerz?"