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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Die Bürde des Lebens.

Wäget das Schicksal Leben und Tod? Me, oder

ereilet

Jeden ein blindes Loos, wie cs die Urne ge-beut?"

Also fragt' ich, und sah im Gesicht die goldene

Waage

Unüberschaubar hoch sinken und steigen im Kampf.

Zitternd trat ich zur Urne. Da rief die Stimme

des Schicksals:

Ziehe das Loos." Ich zog bebend meinEigenes selbst.

Bürden lagen vor mir; ich prüfte die leichteste Bürde,

Und o Wunder, ich sah, daß es die Mcinigewar.

Die Parzen.

Ein Gemahlde von Heinrich Meyer,

Furchtbar waren mir sonst die Schwestern des eher-nen Schicksals,

Graue Tochter der Nacht, fremde dem Men-schengefühl.

Jetzt verehr' ich die hohen, die Mildegesinnctcn. Klo-

tho,