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Herders Gedichte.
Und scheust i» naher FerneDen Erdcnball, dein Grab.
„Dann klagt dein Herz, daß die im Staube
wohnen,
Das Erdenvvlk sich lab' an Finsterniß.
O dir zu eigner Ruh, dein bestes Selbst zu schonenWar's, daß ich größerm Lichte dich entriß,
Bis bald der sanfte Schwung der WiegeMit Lethe's Welle dich besprengtUnd dir zum Thoren-KriegeEin weises Phlegma schenkt."
Die Parze sprachs. Da trat zu seiner WiegeEin lichter leichter LcbensgeniusUnd gab, daß er im Kamps der Thoren nicht er-liege,
Mit seinem Segen ihm den Fricdeuskuß,
Gab ihn der Unschuld MutterhändenUnd, sehet! hat sein zartes Haupt,
Den Dämon abzuwendcn,
Mit einem Kranz umlaubk.
Ein Kranz der Blume, die verborgen blühetUnd schmückt ihr schönes Thal auch ungesehn,Erfreut, wenn sie den Blick der Liebe zu sich ziehet,Vergnügt, wenn keine Blicke sie erspähn.
O Knabe mit dem Veilchcnkranze,
Sey wie die Blume, die im GrußDes Friedens dir mit stillem GlanzeUmwand dein Genius.
Und wenn ein rauher Fuß dich niederdrücket,Mißgönnt die Sonne dir dein Tröpfchen Thau;