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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
45
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Erster The il.

Ein Mensch? O löset ihn, macht frei ihn van den

Banden;

Wer Seufzer hemmet, ist ein Menschenfeind.

Der Wurm darf sich im Staube winden,

Das Lamm hüpft um die Mutter her;

Und ihn umhüllen Binden,

Zwangfesseln eng' und schwer.

Du Weltankömmling, deinen zarten HändenPrägt dies Geschenk dein Glück des Lebens ein;

Um einen Pilgrimsweg von Sarg zu Sarg zu enden,Sollst du der Sklaven ew'ger Sklave seyn.

So hört' ich es und singe bebendDas Lied, das dir die Parze sang,

Als sie den Faden webendZur Kette um sich schlang.

Sie sang:o du im Chaos von IdeenGeborner, wenn du einst mit Fesseln ringst,

Und wie im Schiffbruch dann, um Sonn' und Tag

zu sehen,

Vom Abgrund' auf, doch schwer beladen dringst;Du hörst das Chor der Sterne drobenAus ewig - unverrückter BahnDen Weltgcbietcr lobenUnd schaust sie liebend an.

Dich weckt ihr Hochgesang und aus der SeeleStürmt in die Flügel dir des Adlers Mukh;

Du wägst den schweren Leib, entschwingst den Staub

der Höhle

Und trinkst im Geiste schon der Sonne Glut:

Ach, nicht vom ersten MorgensterneVom Felsen bilckst du bald hinab;