Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

Herders Gedichte.

Eine Stimme.

Augen sinkt! Ich höre schonHarmonicen klingelt.

Die Wassernymph

Flatkre, statt? um deine Quelle-Kleine farbige Libelle,

Zarter Faden, leichtbeschwingt.

Flieg' auf deinen Hellen Flügeln,

Auf der Sonne blauen Spiegeln,

Wis dein Flug auch nicderpnkt.

Deine längsten Lebenslage,

Fern der Freude, frey von Plage,Hast du, Gute, schon verlebt;

Als dich Wellen noch umflossen,

Als dich Hüllen noch umschlossen.War ein Traum um dich gewebt.

Jetzt nach jenem NymphcnlebenDarfst du als Sylphide schweben,Wieweit dich der Zephyr trug.

Und du eilst mit muntern KräftenNur zu fröhlichen Geschäften:

Deine Liebe selbst ist Flug.