Erster Th eil.
Flattre, flattr' um deine Quelle-Kleine sterbliche Libelle,
Um dein Grab und Mutterland.
Eben in dem frohsten StandeFliegst du an des Lebens Rande;
Ist das meine mehr als Rand?
Einst wie dir wird deinen KleinenAuch die Sommersonne scheinen,
Gieb der Quelle sie als Zoll.
Und erstirb; die matten GliederSeh ich, welken dir danieder:Schöne Nymphe, lebe wohl.
Die Raupe und der Schmetterling.
Freund, der Unterschied der ErdendingeScheinet groß und ist so oft geringe;
Alter und Gestalt und Raum und ZeitSind ein Traumbild nur der Wirklichkeit.
Trag' und matt, auf abgezehrten StrauchenSah ein Schmetterling die Raupe schleichen;Und erhob sich fröhlich, Argwohnsrei,
Daß er Raupe selbst gewesen sey.
Traurig schlich die Alternde zum Grabe:„Ach daß ich umsonst gelobet habe!
Sterbe Kinderlos und wie gering'!
Und da fliegt der schöne Schmetterling,"