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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
41
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Erster Th eil.

Flattre, flattr' um deine Quelle-Kleine sterbliche Libelle,

Um dein Grab und Mutterland.

Eben in dem frohsten StandeFliegst du an des Lebens Rande;

Ist das meine mehr als Rand?

Einst wie dir wird deinen KleinenAuch die Sommersonne scheinen,

Gieb der Quelle sie als Zoll.

Und erstirb; die matten GliederSeh ich, welken dir danieder:Schöne Nymphe, lebe wohl.

Die Raupe und der Schmetterling.

Freund, der Unterschied der ErdendingeScheinet groß und ist so oft geringe;

Alter und Gestalt und Raum und ZeitSind ein Traumbild nur der Wirklichkeit.

Trag' und matt, auf abgezehrten StrauchenSah ein Schmetterling die Raupe schleichen;Und erhob sich fröhlich, Argwohnsrei,

Daß er Raupe selbst gewesen sey.

Traurig schlich die Alternde zum Grabe:Ach daß ich umsonst gelobet habe!

Sterbe Kinderlos und wie gering'!

Und da fliegt der schöne Schmetterling,"