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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
36
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Ztz Herde r s Ged ichte.

Au bilden auf des Schöpfers SpurEin ew'gcs Meisterstück,

Das, ein Vollkommnes seiner Art,

Der Nachwelt stetes Muster ward;

An dem, im Anblick noch entzückt,

Der spate Schüler steht

Und in des Meisters Seele blickt

Und stumm von dannen geht;

Indes fein Herz den seltnen GeistMit lautem Puls glückselig preis't.

Wir schwimmen in dem Strom der ZeitAuf Welle Welle fort.

Das Meer der AllvergessenheitIst unser letzter Ort;

Genug, wenn Welle Welle triebUnd ohne Namen Wirkung blieb.

Wenn dann auch in der Zeiten BauMich bald ihr Schutt begrabt;

Und meine Kraft auf GottcS AuZn andern Blumen lebtUnd mein Gedanke mit zum GeistVollendender Gedanken fleußt.

Schön ists, von allen anerkannt,

Sich allgelobt zu sehn;

Doch schöner noch, auch ungenannt,Wohlthatig fest zu stehn.

Verdienst ist meines Stolzes NeidUnd bei Verdienst Unsichtbarkeit.