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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Denn ach! ist der wohl mehr beglückt,

Der, daß sie nicht so sey, erblicke?

Ich ging einmal der Weisheit nachUnd horte, was die Weis beit sprach.

Sie sprach so Viel - und Mancherlei),

Was einst die Welt gewesen seyUnd jetzt nicht ist und sehr verirrtWohl nimmer, nimmer werden wird.

Ich grämte mich und ging im Gram,

Als mir der Ruhm entgegen kam.

Dir, sprach er, Sohn, dir ist bescheect,

Zu raumen weg, was dich beschwert.

Ich räumte, wollte vor mich seh'n;

Allein die Felsen blieben steh'n.

Ermattet, ohne Gram und ZornSucht' ich nun Rosen unterm Dorn.

Die Rosen, ach! entfärbten sichUnd ihre Dornen stachen mich>

Zwei Knöspchcn unter allen hier,

Lieb' und die Freundschaft, blieben mir.

Am kühlen Bach, am lust'gen BaumTraum' ich nun meines Lebens Traum.

Die beiden Knvspchen pfleg' ich mirUnd weihe sie, o Sonne, Dir!

Komm, kühler Bach, erquicke sie!

Komm, süßes Lüftchen, stärke sie!

Lied