Erster Theil.
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Lied des Lebens.
Flüchtiger als Wind und WelleFlieht die Zeit; was halt sie auf?
Sie genießen auf der Stelle,
Sie ergreifen schnell im Lauf;
Das, ihr Brüder, hält ihr Schweben,Halt die Flucht der Tage ein.
Schneller Gang ist unser Leben,
Laßt uns Rosen auf ihn strcu'n.
Rosen; denn die Tage sinkenIn des Winters -Nebelmeer.
Rosen; denn sie blüh'n und blinkenLinks und rechts noch um uns her.Rosen steh'n auf jedem ZweigeJeder schonen Jugendthat.
Wohl ihm, der bis auf die NeigeRein gelebt sein Leben hat.
Tage, werdet uns zum Kranze,Der des Greifes Schlaf' umziehtUnd um sie in frischem GlanzeWie ein Traum der Jugend blüht.Auch die dunkeln Blumen kühlenUns mit Ruhe, doppelt-süß;
Und die lauten Lüfte spielenFreundlich uns ins Paradies.
Herders Werke. Lit.u. Kunst. XV. C
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